Wirksamkeit von Korrekturlagerung gegenüber Helmtherapie beim Plagiocephalus

STUDIE: Management of deformational plagiocephaly: repositioning versus orthotic therapy.

Graham JM Jr, Gomez M, Halberg A, Earl DL, Kreutzman JT, Cui J, Guo X.
J Pediatr. 2005 Feb;146(2):258-62. PubMed [citation] PMID:15689920

Vorgehen beim lagebedingten Plagiocephalus / Plagiozephalie: Ein Wirksamkeitsvergleich von korrigierender Lagerungstherapie gegenüber der Helmtherapie.

Diese Publikation befasste sich in erster Linie mit dem Wirksamkeitsvergleich einer Korrekturlagerung gegenüber der Helmtherapie zur Behandlung des Plagiozephalus.
Die Untersuchung erfolgte an 298 Kindern.
Die Studie ist methodisch gut konzipiert, jedoch ohne randomisierte Gruppenzuweisung und entspricht der Evidenzklasse 3*1.

Die Art des verwendeten Lagerungshilfsmittels zur Korrekturlagerung wird nicht näher beschrieben.
Die in der Studie gezeigte Abbildung des Hilfsmittels ist von geringer Qualität. Das Produkt scheint jedoch Vergleichsprodukten (Baby Sleep – Seitenlagerungskissen von Deltababy oder Seitenlagerungshilfe für Säuglinge der Firma Bisanz) zu entsprechen.

Vor diesem Hintergrund ist ein Vergleich zur VARILAG® – Seitenlagerungsschiene für Säuglinge nur bedingt valide. Angenommen, es handelt sich tatsächlich um eines der aufgeführten Vergleichsprodukte, könnte der Äqivalenzlevel mit (II)*2 angegeben werden.
Die Indikation, der Zweck, die Art der Anwendung, Exposition und Population sind gleich, ebenso der zu erwartende klinische Nutzen.
Die physikalisch-technischen Eigenschaften sind ähnlich.
Relevante Unterschiede bestehen im Fehlen des Rumpfgurtes und den kleinen Abmaßen der Schaumstoffkeile.
Sicherheitsrelevante Ereignisse wurden in der Studie nicht beschrieben. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass Eltern ihren Säugling nicht ohne Hilfsmittel zum Schlaf auf der Seite betten sollten, da der Säugling damit leicht in die risikobehaftete Bauchlage drehen könnte.

Erfahrungen mit dem Baby Sleep – Seitenlagerungskissen von Deltababy oder der Seitenlagerungshilfe für Säuglinge der Firma Bisanz

Die Anwendungserfahrungen mit „Baby Sleep – Seitenlagerungskissen von Deltababy oder der Seitenlagerungshilfe für Säuglinge der Firma Bisanz“ haben bei der Entwicklung der VARILAG® – Seitenlagerungsschiene folgenden Einfluss gehabt:
Die Maße der Schaumstoffkeile wurde deutlich größer gewählt; die Länge des Rückenkeils reicht damit bis ganz an das Hinterhaupt heran und stützt den Kopf, was auch eine bei manchen Kindern vorherrschende Überstreckungstendenz verhindert.
Ein Überwinden der gewählten Keilgröße wird auch bei älteren Säuglingen zuverlässig verhindert.
Als Bezugsstoff wurde anstatt einer einfachen Baumwollbespannung der Schaumstoffkeile ein griffiger Frotteebezug mit rückseitiger Polyurethanbeschichtung gewählt. Das Eindringen von Flüssigkeiten in den Schaumstoff wird so verhindert. Dies berücksichtigt wesentliche Hygienebestimmungen.
Die Keile werden bei den beiden Vergleichsprodukten lediglich durch ein Tuch zusammengehalten, auf dem der Säugling liegt. Dieses Tuch ist mit dem Bezugsstoff des jeweiligen Keiles vernäht und in der Länge verstellbar, sodass der Platz zwischen den Keilen der kindlichen Körpergröße angepasst werden kann.

Vergleich zum Baby Seitenlagerungskissen von VARILAG®

Die gewählte Lagerung / Positionierung bei der VARILAG® – Seitenlagerungsschiene hingegen wird durch einen Rumpfgurt stabilisiert der mit dem großen Rückenkeil fest verbunden ist.
Der kleinere Bauchkeil wird nach passgenauer Anlage – der kindlichen Körpergröße entsprechend – mittels Klettverbindung mit dem Rumpfgurt verbunden.
Um ein Manövrieren des Kindes im Bett mit der VARILAG® – Seitenlagerungsschiene zu verhindern, besteht die Möglichkeit den Rückenkeil mit zwei Bändern am Bettgestell festzubinden.


*1 (Evidenzklasse 3: Es gibt Nachweise für die Wirksamkeit aus methodisch gut konzipierten Studien, ohne randomisierte Gruppenzuweisung)

*2 (Äqivalenzlevel II: Gleiche Indikation: gleicher Zweck, gleiche Art der Anwendung, gleiche Exposition, gleiche Population, gleicher zu erwartender klinischer Nutzen; Gleiche oder sehr ähnliche physikalisch-technische Eigenschaften
Gleiche oder geringe, biologisch nicht relevante Unterschiede in der Zusammensetzung).

QUELLE:
Management of deformational plagiocephaly: repositioning versus orthotic therapy.

Graham JM Jr, Gomez M, Halberg A, Earl DL, Kreutzman JT, Cui J, Guo X.
J Pediatr. 2005 Feb;146(2):258-62. PubMed [citation] PMID:15689920

Schädeldeformität beim Baby: Handtuchrollen, Lagerungshilfen oder Helmorthese?

Diagnostik und Betreuung von Kindern mit Schädeldeformitäten aufgrund einer Einzelnahtsynosthose oder einer Lagerungsdeformierung – Handtuchrollen, Baby Lagerungshilfen oder Helmtherapie?

Vortrag für Karlsruhe Kinderärzte mit Dr. Schweizer – Universitätsklinikum Würzburg

Die Arbeitsgemeinschaft der Karlsruhe Kinderärzte hatte zum Vortragsthema (s. Überschrift) mit Dr. Schweitzer einen hervorragenden Redner geladen.
Das Fazit:

  • In den ersten 12 Wochen können Säuglinge mit Handtuchrollen im Schlaf anlagert werden.
  • Ab der 12 Woche wird eine Lagerungstherapie sowie Physiotherapie / Osteopathie empfohlen.
  • In wenigen ausgeprägten Fällen kann die Helmorthese zur Korrektur der Kopfverformung hilfreich sein, wobei hierdurch die Schädelbasis – und damit die Stellung der Gleichgewichtsorgane und Kiefergelenke – nur wenig korrigiert wird.
    Diesbezüglich scheint die Wirkung mit dem Seitenlagerungskissen, der VARILAG® – Seitenlagerungsschiene, der Helmtherapie überlegen zu sein.

Die Schädeldeformität beim Säugling – auch bekannt als Plagiocephalus

Was sind die Ursachen und Folgen eines Plagiocephalus?

Ärzte und Therapeuten beobachten in den letzten Jahren zunehmend Kopfverformungen bei Kindern (medizinisch Plagiocephalus genannt), die mit der invarianten aber sicheren Wahl der Schlafposition in Rückenlage in Zusammenhang gebracht werden. Völlig symmetrische Köpfe sind eher die Ausnahme. Es gibt jedoch durch die einseitige Lagerung Verformungen des Kopfes, die durch ihre Art und ihr Ausmaß einen nicht unerheblichen Einfluss auf die weitere Gesundheit und Entwicklung der Kinder haben können. Bei stärkeren Asymmetrien sind häufig nicht nur der Hinterkopf, sondern auch die Schädelbasis und das Gesicht betroffen.

Dies hat Auswirkungen:

  • auf die Stellung der Ohren zueinander (Ohrachse) und damit auf die Gleichgewichtsorgane;
  • auf die Stellung der Kiefergelenke zueinander und damit auf die Zahnstellung;
  • auf die Gelenkanbindung des Schädels zu den Kopfgelenken was zu Bewegungsstörungen und Einschränkungen der oberen Halswirbelsäule führen kann.

Baby Kopf Verformung Beurteilung

Insbesondere die Stellung der Gleichgewichtsorgane und Störungen der oberen Halswirbelsäule können im frühen Säuglingsalter auf die Spannungsverteilung der Rumpfmuskulatur Einfluss nehmen. Dies kann wiederum zu Asymmetrien der Kopfhaltung und Lageasymmetrien beitragen.
Diese Bereiche haben zudem Einfluss auf die symmetrische Entwicklung der Statomotorik (Halte- und Stützreflexe im Dienste der Körperhaltung). In diesem Zusammenhang kann beobachtet werden, dass ein Kind nicht seitengleich reagiert, wenn es den Kopf bei einer Kippung des Rumpfes zur Seite gegen die Schwerkraft aufrichten muss.

Die häufigsten Verformungen sind einseitig und lagerungsabhängig (wie z. B. die einseitige Hinterhauptsabflachung = Plagiocephalus ); die Verformung resultiert hierbei meist aus einer bevorzugten Drehung des noch weichen und verformbaren Kopfes. Es werden drei wesentliche Ursachen für die Rotationsbevorzugung / Positionspräferenz beobachtet:

  • eine ungünstige Lage des Kindes innerhalb der Gebärmutter
  • ein muskuläres Ungleichgewicht oder Blockaden im Bereich der Halswirbelsäule nach einer schnellen oder schwierigen Geburt
  • eine einseitig motorische Präferenz (verlängertes Bestehen von Reflex- / Reaktionsmustern)

Diese Ursachen können nach der Geburt zu einer seitlichen Zwangshaltung des Kopfes führen, was wiederum eine asymmetrische Kopfform zur Folge hat. Die damit häufig einhergehende kindliche Haltungsasymmetrie (bevorzugte Kopfdrehung und gebogene Wirbelsäule) wird nicht selten durch einseitiges Tragen / Handling von Seiten der Eltern gestützt. Die Behandlung der Ursachen sowie die Anleitung der Eltern sollte Bestandteil jeder physiotherapeutischen oder osteopathischen Therapie sein.
Die Problematik der Haltungsasymmetrie kann so tief in die Steuerungssysteme des Körpers eingreifen, dass es nicht ausreicht, nur die Mobilität im Halswirbelsäulenbereich wieder herzustellen, z. B. durch die Beseitigung mechanischer Blockaden. Für eine nachhaltige Therapie müssen pathologische Muster nach Möglichkeit auf allen Ebenen aufgebrochen werden; ohne neurophysiologische Aspekte greift Therapie hier in der Regel zu kurz. Die mechanische Mobilität ist ein wichtiger Aspekt, es darf jedoch nicht die Verarbeitung von Informationen vernachlässigt werden.
Hierzu müssen Eltern in den Therapieprozess  – durch angeleitetes Handling und Übungen – aktiv eingebunden werden (z. B. nach dem Bobath Konzept).

Warum wirken spezielle Baby Kopfkissen und Lagerungskissen häufig nicht?

Neben der Therapie werden Eltern häufig Spezialkopfkissen, Lagerungskeile und -kissen angeboten. Diese werden jedoch als wenig hilfreich bewertet, siehe: Orthopädische Kissen www.kinderaerzte.im-netz.de

Aus rein physikalischer Betrachtung ist dies vor allem deshalb nachvollziehbar, da ein Kissen lediglich die Auflagefläche des kindlichen Hinterhaupts auf der Unterlage vergrößert. Die oft schon bestehende abgeflachte Hinterhauptseite wird dadurch NICHT vom Eigengewicht des Kopfes entlastet. Für eine nachhaltige Korrektur der Kopfasymmetrie ist die Belastung der prominenten und Entlastung der abgeflachten Hinterhauptseite entscheidend.

Korrektur Baby Kopfverformung
Effiziente Korrektur von Kopfverformungen • Sichere und stabile Lagerung • Geborgenheit und hohe Akzeptanz • Einfache Anwendung

Die Lagerungshilfe VARILAG® hilft Ihnen die Korrekturlage des Kopfes (Lage auf der prominenten Hinterhauptseite) über die positionierte Seitenlage des Säuglings bis zum Erreichen der Symmetrie des Kopfes, zu gewährleisten. Hier finden Sie weitere Informationen zur physikalischen Wirkung.

Baby Kopfkissen & Helmtherapie

Zeitungsartikel, Studien und ihre Beurteilung

In den unten aufgeführten Artikeln und Studien geht es primär um zwei bisher eingesetzte Produkte zur Behandlung einer Baby Kopfverformung: eine Helmtherapie und die Lagerung auf einem Lochkissen.

Spezielle Baby Kopfkissen

Bei dem Kissen handelt sich meist um ein so genanntes Lochkissen.
Es hat in der Mitte ein Vertiefung, um ein bereits abgeflachtes Hinterhaupt zu entlasten.
In den ersten Lebenswochen kann neben einer klassischen Wechsellagerung so ein spezial Kissen hilfreich sein.
Es wird beobachtet, dass Säuglinge mit einer „Schokoladenseite“ ihren Kopf aber dennoch auf die betroffene flache Stelle drehen und die Einnahme einer bestehenden Vorzugshaltung nicht effektiv verhindert werden kann. Zudem wird rein physikalisch betrachtet eine schon abgeflachte Hinterhauptseite nicht wirklich entlastet, die Mulde im Kissen vergrößert lediglich die Auflagefläche für den schon abgeflachten Hinterkopfbereich des Babys. Dadurch wird eine fortschreitenden Schädeldeformität (Plagiocephalus und Brachycephalus) günstigstenfalls verlangsamt – aber nicht korrigiert.
Um die Korrektur der Baby Kopfverformung jedoch effektiv und nachhaltig zu gestalten, ist die Entlastung der abgeflachten Hinterhauptsseite und Belastung der prominenten Hinterhauptseite entscheidend.

Helmtherapie 

Die Helmtherapie wird bei starker Asymmetrieausprägung der Kopfform eingesetzt und wenn eine korrigierende Lagerungstherapie nicht durchgeführt werden konnte.
Wissenschaftler bewerten die Korrekturwirkung sehr unterschiedlich (Bialocerkowski, Vladusic und Howell 2005) [1].

  • Einige kommen zu dem Schluss, dass, wenn ein Kind zwei Jahre alt ist, es keinen signifikanten Unterschied mehr gibt, zwischen dem Effekt einer Helmtherapie und keiner. Studie zur Helmtherapie 01.05.2014 BMJ.
  • Andere Forschergruppen konnten sehr wohl positive Korrekturergebnisse verzeichnen (Loveday und de Chalain 2001). Allerdings wirkt sich die Korrektur wohl maßgeblich auf die Schädelform aus. Die Schädelbasisasymmetrie – die verschobene Stellung der Ohren, der Gleichgewichtsorgane und Kiefergelenke – konnte nur wenig korrigiert werden.
  • Xia et al. (2008) kamen in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass die Korrektur des Plagiozephalus durch Gegenlagerung, also der Positionierung des Kopfes auf der prominenten Hinterhauptsseite effektiv sei. Sie legen Eltern nahe, ihren Säugling in den ersten Lebensmonaten bevorzugt, also korrigierend auf dem prominenten Hinterhaupt zu lagern. Bei älteren Säuglingen mit starker Verformung des Schädels empfehlen sie die Helmtherapie. 
  • Für Säuglingen zwischen dem 3. – 7. Lebensmonat konnten Wissenschaftler keine einheitliche Empfehlung formulieren (Pollack, Losken und Fasick 1997; Littlefield, Reiff und Rekate 2001; Littlefield, Reiff und Rekate 2001; Persing et al. 2003).

Lagerungstherapie 

An diesem Punkt setzt die Lagerungshilfe VARILAG® an: sie hilft, durch die positionierte Seitenlage die Kopfform des Säuglings bis zur Symmetrie zu korrigieren. Hier finden Sie ausführlichere Informationen zur Wirkungsweise und Anwendungsdauer.

Korrektur Baby Kopfverformung

27.3.2009
Kinder- und Jugendärzte im Netz
Orthopädische Kissen wenig hilfreich bei Kopfverformung
19.03.2014
Handelsblatt
Babys mit Kissen vor Schädelverformung schützen
28.03.2014
Der Tagesspiegel
Schlaf in Rückenlage kann den Kopf von Säuglingen verformen
28.05.2014
Spiegel Online
Neugeborene: Das hilft gegen einen verformten Babykopf

Literaturangaben [1]:
Bialocerkowski, AE.; Vladusic, SL.; Howell, SM.: Conservative intervention for positional plagiocephaly: a systemativ review. Developmental Medicine & Child Neurology, 2005 (47), 563-570.
Littlefield, TR.; Reiff, JL.; Rekate, HL.: Diagnosis and management of deformational plagiocephaly. BNI Q, 2001 (4), 18-25.
Loveday, BPT.; de Chalain, TB.: Active Counterpositioning or orthotic device to treat positional plagiocephaly? The journal of craniofacial surgery, 2001 (4), 308-313.
Persing, J. et al.: Prevention and Management of Positional Skull Deformities in Infants. Pediatrics, 2003 (1), 199-202.
Pollack, IF.; Losken, HW; Fasick, P.: Diagnosis and management of posterior plagiocephaly. Pediatrics, 1997 (2), 180-185.
Xia, JJ. et al.: Nonsurgical Treatment of Deformational Plagiocephaly – A Systematic Review. Arch Pediatr Adolesc Med, 2008 (8), 719-727.

Säuglingsasymmetrie

Wie beurteilt man die Kopfform eines Säuglings?

Beurteilen Sie die Kopfform einmal wöchentlich durch einen Blick von oben.
Achten Sie dabei auf die Stellung der Ohren zueinander und ihren Abstand zur Nase.

Baby Kopf Verformung Beurteilung

  • Stellt sich der Kopf symmetrisch dar,
    lagern Sie Ihr Kind abwechselnd auf der rechten wie linken Seite (50% zu 50%).
  • Ist das rechte Hinterhaupt abgeflacht und das rechte Ohr nach vorne zur Nase hin verschoben,
    lagern Sie Ihr Kind in der Seitenlage links.
  • Ist das linke Hinterhaupt abgeflacht und das linke Ohr nach vorne zur Nase hin verschoben,
    lagern Sie Ihr Kind in der Seitenlage rechts.

Baby Kopfverformung Lagerungstherapie

Lagerungskissen, Handtuchrollen oder VARILAG®?

Eine Schädelverformung mit symmetrischer oder asymmetrischer Abflachung kann anlagebedingt sein. Meist entwickelt sie sich aber in den ersten Lebensmonaten, vor allem, wenn ein Säugling hauptsächlich auf dem Rücken liegt. Deshalb wird Eltern geraten, Säuglinge im Wachzustand auch auf den Bauch zu legen und im Schlaf zwischen Rückenlage und stabiler Seitenlage zu wechseln. Eine stabile Seitenlage ohne Lagerungshilfe ist jedoch nur in den ersten Lebenswochen möglich (z. B. mit Handtuchrollen, Lagerungskissen für Babys). Mit zunehmender Beweglichkeit und Kraft des Kindes kann durch Handtuchrollen, Lagerungskissen (o. Ä.) das Drehen in die risikobehaftete Bauchlage nicht sicher verhindert werden.

Um Schädelverformungen zu vermeiden ist jedoch eine entsprechende seitliche Kopflagerung mit regelmäßigem Seitenwechsel ratsam. Um Schädelverformungen zu behandeln ist eine korrigierende Kopflagerung sogar therapeutisch notwendig. Die dafür hilfreiche Seitenlage wurde bisher jedoch nicht empfohlen, da sich ein Säugling aus dieser Lage leichter in die risikobehaftete Bauchlage drehen kann. Bisher gab es kein Hilfsmittel, das die Seitenlage zuverlässig sichern konnte – insbesondere bei etwas älteren Säuglingen.

Aus meiner langjährigen Erfahrung im Bereich der Säuglingstherapie als Dipl.- Physiotherapeut (FH) und Osteopath heraus entstand VARILAG®, um Eltern eine stabile, variable und sichere Lagerungsmöglichkeit für ihren Säugling anbieten zu können. So können Sie Ihr Kind ab der Geburt bis zum Ende des 7. Lebensmonats sicher in der Seitenlage stabilisieren, um den Kopf gezielt zur Korrektur der Asymmetrie zu lagern und ohne das Risiko einzugehen, dass es sich unkontrolliert in die risikoreiche Bauchlage dreht.

Halswirbelsäule

Welchen Stellenwert hat die obere Halswirbelsäule bei Haltungsasymmetrien im frühen Säuglingsalter?

  • Im Bereich der kurzen Nackenmuskulatur ist die Dichte an Fühlermechanismen sehr hoch.
    Man nennt diesen Bereich auch das „Nackenrezeptorenfeld“ oder das „suboccipitale Sinnesfeld“.
  • Von dort aus werden dem Hirnstamm Informationen über die Relativstellung zwischen Kopf und Rumpf vermittelt.

Ein Säugling kann in den ersten Lebenswochen noch nicht zielgerichtet und koordiniert greifen.
Seine motorischen Funktionen sind noch auf niedrigem Niveau.
Der Einfluss von basalen Mustern des zentralen Nervensystems und Hirnstammreflexen ist in dieser Zeit noch groß. 
Die Informationseingänge und deren Verarbeitung im zentralen Nervensystem erzielen vor diesem Hintergrund größere Effekte als bei Erwachsenen.

  • Informationen aus den Gleichgewichtsorganen werden an die Nervenkerne im Hirnstamm vermittelt und nehmen dort Einfluss auf die Spannung der Rumpfmuskulatur sowie der Augensteuerung – über so genannte vestibulospinale und vestibulookuläre Reaktionen
  • In diesem System ist für die Eingangsfrage eine Nervenverbindungsbahn entscheidend, der Fasciculus longitudinalis medialis, denn auf ihn treffen auch Informationen aus dem Nackenrezeptorenfeld.
  • Wird das Gleichgewichtssystem stimuliert, gelangen Signale über absteigende Bahnsysteme
    zum Rückenmark und nehmen dort steuernden Einfluss auf die Stütz- und Haltemotorik.
  • Weitere Strukturen im zentralen Nervensystem – wie das Kleinhirn und der Thalamus – stellen ergänzende Funktionsebenen dar, die der Feinabstimmung und Kontrolle von Muskelspannung, Beuge- bzw. Streckhaltung dienen.

Wie können fehlerhafte Informationen aus dem Nackenrezeptorenfeld den motorischen Lernprozess beeinflussen?

Präzise Bewegungen müssen von einem Baby in den ersten Lebenswochen erst noch erlernt werden.

  • Wenn wir nun davon ausgehen, dass das zentrale Nervensystem falsche Informationen über die Relativstellung zwischen Kopf und Rumpf erhält (Funktionsstörung im Nackenrezeptorenfeld), ist es wichtig zu wissen, dass dies in einer Zeit der sensiblen Lern- und Entwicklungsphase  geschieht und dazu führt, dass das Erleben und Bewegen eingeschränkt oder einseitig erfolgt.
    Dies prägt die neuronale Entwicklung, die Bildung und Reifung von neuronalen Mustern – die s.g. Synaptogenese.
  • Für den Lernprozess spielt der Thalamus eine entscheidende Rolle (Funktion der Efferenzkopie).
    Am Anfang einer willkürlichen Bewegung steht der Antrieb und die Emotion, sie entsteht im limbischen Cortex – ebenfalls ein Teil des zentralen Nervensystems.
    Es folgt eine Projektion zum präfrontalen Assoziationskortex, dort wird ein Erregungsmuster entwickelt. Dieses Erregungsmuster wird kurzfristig im Thalamus als Kopie (Efferenzkopie) gespeichert.
    Die Rückmeldungen aus der Peripherie (also dem Körper und der Halswirbelsäule) über Bewegungsgeschwindigkeit und Stellung der Gelenke gelangen zum Thalamus und werden dort mit der Kopie verglichen.
    Bei einer fehlerhafter Rückmeldung lernt der Thalamus fehlerhafte Vergleichsmuster.

    • Gut nachvollziehbar ist das am Lernprozess einer neuen Sprache:
      In dieser Zeit ist man für eine später korrekte Aussprache der neuen Wörter auf die richtige Rückmeldung angewiesen – ansonsten lernt man unwissentlich falsche Betonungen.

Wie hängt die Halswirbelsäule mit der neuronalen Verschaltung und dem Gleichgewichtssystem zusammen?

Die dem Gleichgewichtssystem zugehörigen Hirnstammkerne projizieren über eine Nervenbahn, dem Tractus vestibulospinalis, zum Rückenmark und den Motorneuronen der Rumpf-, Hals- und Nackenmuskulatur. Die dort generierte Signale sind elementar und dienen der Aufrechterhaltung und Gleichgewichtsreaktion. Die dafür notwendige Koordination läuft primär unbewusst ab. Man muss sich somit keine Gedanken darüber machen, welche Muskeln zu aktivieren sind, um einen Sturz abzufangen.
Dieses System beeinflusst unterbewusst den Spannungszustand der Muskulatur und prägt Haltungsmuster von Säuglingen, die wir als Überstreckung, einseitige Halte- oder Stellreaktionen beobachten.

Bezugnehmend auf die eingangs gestellte Frage zum Stellenwert der oberen Halswirbelsäule ist es nun wichtig sich klar zu machen, dass aufsteigende Informationen aus dem Bereich der oberen Halswirbelsäule Eingang in diese neuronalen Verschaltung und den Verarbeitungsprozess finden.

Über nervale Kommunikationswege gelangen Informationen von der Halswirbelsäule zum Gleichgewichtssystem und von dort wieder zurück zur Halswirbelsäule – dies entspricht einer Schleifenfunktion. Es wird angenommen, dass diese Schleifenfunktion mit verantwortlich ist für die Aufrechterhaltung von Funktionsstörungen.
Über sie führt auch eine gestörte aufsteigende Information aus der Halswirbelsäule über die Verarbeitung im Hirnstamm zu reflektorisch motorisch absteigenden Informationen in den Bereich der Halswirbelsäule mit entsprechenden Auswirkungen. Diese werden dann wiederum von Rezeptoren wahrgenommen und als „fehlerhafte“ aufsteigende Informationen in der Schleifenfunktion weiter verarbeitet.

Eine Vorzugshaltung im frühen Säuglingsalter hinterlässt Spuren im neuronalen Muster des zentralen Nervensystems. Dies kann auch zu einer Verschiebung der Referenzinformation über das Empfinden der Körpermitte führen.

Bei einer solchen Prägung des neuronalen Musters reicht die alleinige Wiederherstellung der Mobilität der oberen Halswirbelsäule nicht aus. Es müssen Muster auf allen Ebenen korrigiert werden, denn die gestörte Verarbeitung von Informationen greift im Hinblick auf die motorische Symmetrie und Haltung viel tiefer als die rein mechanische Funktionsebene.

Zusammenfassung:

Ausgehend vom Gleichgewichtsorgan, den zugehörigen Kernen im Hirnstamm und der Rezeptoreninformation des Nackenrezeptorenfeldes entwickelt der für die Wahrnehmung verantwortliche Hirnbereich ein Bewegungs- und Lageempfinden.
Falsch gelernte Information aus diesem Bereich beeinflusst Lage- und Stellreflexe, auf denen zunächst einmal die motorische Funktion beim Neugeborenen organisiert ist.

Im weiteren nimmt diese Information aber auch Einfluss auf den für die Motorik verantwortlichen Hirnbereich, sowie auf basale Zentren und das Kleinhirn.
In diesen Regionen des zentralen Nervensystems werden motorische Funktionen abgestimmt und harmonisiert, Zielmotorik wird adäquat koordiniert und Grundspannungsverhältnisse der Rumpfmuskulatur vorgegeben.

Einseitige Muster des Bewegungsverhaltens und -erlebens sollten vor einer tiefen Verankerung im neuralen Netzwerk möglichst zeitig in der sensiblen Lernphase korrekt programmiert werden. Je länger solche Störungen fortbestehen, desto tiefer graben sie sich letztlich als Spur in die Funktion motorischen Verhaltens eines Kindes ein. Je tiefer eine Verankerung im neuronalen Netzwerk erfolgte, desto schwieriger und langwieriger wird der therapeutische Prozess der Umprogrammierung.

Was sind Kernbestandteile einer umfassenden Therapie?

Aufgrund der zuvor beschriebenen komplexen Steuerung zählen mehrere Bausteine zu einer umfassenden Therapie der Haltungsasymmetrie im frühen Säuglingsalter:

  • Bauchlagentraining im Wachzustand (5 mal am Tag für jeweils bis zu 5 Minuten)
  • ausgleichendes Handling und Ansprache des Säuglings (Bobathkonzept)
  • Beseitigung von Funktions- und Strukturstörungen (Physiotherapie, Osteopathie)
  • Wechsellagerung, Lagerungstherapie
    • anfangs mit Handtuchrollen (bis ca. 12. Lebenswoche)
    • bei fortgeschrittener motorischer Kompetenz des Säuglings mit der Seitenlagerungsschiene von VARILAG® (ab der 12. Lebenswoche bis zum 8 Lebensmonat).
    • Helmtherapie, bei starker Asymmetrieausprägung der Kopfform und wenn eine korrigierende Lagerungstherapie nicht durchgeführt werden konnte.

Therapie Bausteine

Die komplexe Steuerung der unterschiedlichen Komponenten wurde auf der Seite „Halswirbelsäule“ erklärt. Um dem individuellen Befund nun therapeutisch gerecht zu werden, zählen verschiedene Therapiebausteine zum Kern einer umfassenden Therapie.

Therapie der Haltungsasymmetrie im frühen Säuglingsalter:

  • Training der Bauchlage im Wachzustand (5 mal am Tag für jeweils bis zu 5 Minuten)
  • ausgleichendes Handling und Ansprache des Säuglings (Bobathkonzept)
  • Beseitigung von Funktions- und Strukturstörungen (Physiotherapie, Osteopathie)
    Hier finden Sie weitere Ausführungen zur Osteopathie.
  • Wechsellagerung, Lagerungstherapie
    • anfangs mit Handtuchrollen (bis ca. 12. Lebenswoche)
    • bei fortgeschrittener motorischer Kompetenz mit der Lagerungshilfe VARILAG® (ab der 12. Lebenswoche bis zum 8 Lebensmonat).
    • Helmtherapie, bei starker Asymmetrieausprägung der Kopfform und wenn eine korrigierende Lagerungstherapie nicht durchgeführt werden konnte.

Plötzlicher Kindstod

Wie beugt man dem Plötzlicher Kindstod vor? – Präventionsmaßnahmen!

Nach der Geburt eines Kindes werden Eltern in Deutschland seit 1991 darauf hingewiesen, ihr Kind zum Schlafen auf den Rücken zu legen. Hintergrund dieser Empfehlung sind Erkenntnisse zum Plötzlichen Kindstod. Die Schlafposition in Seitenlage stellt per se kein Risiko dar, wird jedoch nicht ohne die Verwendung von Hilfsmittel empfohlen, da sich Kinder aus dieser Position leichter in die risikoreiche Bauchlage drehen können.

Laut Prof. Dr. G. Jorch [1] (Verfasser der Richtlinien zur Prävention des Plötzlichen Kindstodes) droht ein
spontanes Drehen in die Bauchlage aus einer Zwischenposition – zwischen der Rückenlage und Seitenlage – in den ersten 3 Lebensmonaten nicht. Er empfiehlt zur Auflockerung der invarianten Schlafposition (der Rückenlage) die Verwendung von Handtuchrollen, die in den ersten Lebenswochen des Säuglings einseitig unter den Körper gelegt werden können.

Schwierig wird es aber bei Kindern die motorisch so stark sind, dass klassische Lagerungsversuche scheitern. Hier hilft die Lagerungshilfe VARILAG® indem sie die positionierte Seitenlage des Säuglings bis zum Ende des 7. Lebensmonats zuverlässig sichert – s. Anwendungsgebiete.
Insbesondere der Rumpfgurt verhindert bei sachgemäßer Anwendung das Drehen in die Bauchlage bei variabler Lagerungsgestaltung.

Lagerungshilfe für Säuglinge
VARILAG® – Seitenlagerungsschiene für Säuglinge

Weiterführende Informationen:

So schläft mein Baby gut und sicher

Lagerung beim Schlafen

Studienüberblick: Wie schütze ich mein Kind vor dem plötzlichen Kindstod?

Beitragsende: Plötzlicher Kindstod

Lagerungstherapie mit VARILAG

Wirkung und Anwendungsdauer von VARILAG®

Die invariante Rückenlage kann bei einem Säugling die Ausbildung einer Vorzugshaltung mit Rotation des Kopfes zu einer Seite begünstigen. Eltern beschreiben eine bevorzugte Kopfdrehung häufig als „Schokoladenseite“, im Fachjargon bezeichnet man dies als Haltungsasymmetrie, Positions- bzw. Rotationspräferenz des Kopfes oder auch Prädilektionshaltung.

Eine solche Haltungsasymmetrie führt oftmals zu einer Kopfverformung mit einer abgeflachten Hinterhauptseite, was als sekundärer oder lagebedingter Plagiozephalus bezeichnet wird. Neben der einseitigen Hinterhauptsabflachung werden auch symmetrisch abgeflachte Köpfe beobachtet (Brachyzephalus, Brachycephalus) – ausführlicher wird dies unter „Schädeldeformität“ beschrieben.

Wenn ein Säugling einen asymmetrisch verformten Kopf entwickelt hat, rollt sein Kopf aus rein physikalischen Gründen immer wieder auf die abgeflachte Hinterhauptseite, wodurch eine Kopfverformung erhalten und sogar verstärkt wird. Diese Situation ist vergleichbar mit einem Ei, das immer auf die flachste Stelle rollt.

Durch die variable Lagerung mit VARILAG® kann einer bevorzugten Kopfdrehung, lagebedingten Kopfverformung und einseitigen Körperhaltung entgegengewirkt werden – der Kopf liegt dann mit seinem Eigengewicht auf dem prominenten Hinterhaupt.

Durch die Lagerungstherapie wird das Wachstum des Schädels gelenkt. Auf diese Weise ist die Kopfverformung bis zum ca. 8. Lebensmonat positiv beeinflussbar.

Die erzielte Wirkung ist am größten, wenn der Kopf des Kindes im Bereich der stärksten Prominenz aufliegt, hinten links bzw. hinten rechts und nicht ganz auf der Kopfseite. Zur genauen Kopfeinstellung kann es hilfreich sein, die untenliegende Wange des Kindes mit einem Kirschkernsäckchen zu unterlagern.
Für eine effektive Korrektur wird eine Gesamtbelastung des prominenten Hinterhaupts in ca. 70% der Liegezeit empfohlen. Der abgeflachte Hinterkopf sollte in nur 30% der Liegezeit belastet werden.

Baby Lagerungshilfe Kopfverformung

Die Korrekturwirkung erfolgt über Wochen und führt zur Symmetrie des Kopfes, der Schädelbasis, der Stellung der Ohren und somit der Gleichgewichtsorgane und Kiefergelenke.

Baby Kopfverformung Lagerungstherapie Wirkung

Das Kopfwachstum ist in den ersten Lebensmonaten am stärksten ausgeprägt. Der Kopfumfang nimmt in den ersten 6 Monaten um ca. 8 cm zu, vom 6 – 12 Lebensmonat um weitere 3 cm. Vor diesem Hintergrund wirkt die Lagerungstherapie in den ersten Lebensmonaten am stärksten.

Für die Dauer der Anwendung ist die Beurteilung der Kopfform maßgebend. Wenn sich der Kopf und die Stellung der Ohren zueinander symmetrisch / gerade darstellen, kann die Anwendung von VARILAG® beendet werden – oder die Lagerung erfolgt als Wechsellagerung (50% zu 50%). Eine abschließende Beurteilung sollte durch Ihren Kinderarzt erfolgen.

Anwendungsgebiete von VARILAG

Wie lässt sich eine Säuglings Kopfverformungen korrigieren?

Der kindliche Kopf ist in den ersten Lebenswochen noch weich und formbar. Dreht ein Baby den Kopf vermehrt auf eine Seite, entwickelt sich häufig eine Deformität des Kopfes, ein so genannter Plagiocephalus. Um dies zu vermeiden, bzw. zu korrigieren, empfiehlt sich eine vorbeugende bzw. korrigierende Lagerung im Schlaf. Lassen Sie von Ihrem Kinderarzt abklären, ob die Seitenlage für Ihr Kind die richtige Schlafposition ist. Wenn er die Lagerungshilfe VARILAG® für Ihr Kind empfiehlt, wird er Sie während der Anwendungsdauer begleiten. Eine regelmäßige Verlaufskontrolle stellt ein optimales Behandlungsergebnis sicher und verhindert eine Überkorrektur.

Wie beugt man dem Plötzlichen Kindstod vor?

Seit 1991 wird empfohlen, Säuglinge auf den Rücken zu legen, um das Risiko eines Plötzlichen Kindstods zu minimieren. In der Praxis hat sich daher die Bettung des Säuglings im Schlafsack in Rückenlage allgemein durchgesetzt. So sank die Sterblichkeitsrate seit dieser Zeit von 1200 auf 200 pro Jahr. Neben der Rückenlage ist die Seitenlage zu empfehlen, sie erfordert jedoch den Einsatz von Hilfsmitteln, um eine stabile und sichere Lagerung zu erreichen. Dies gilt insbesondere für Säuglinge, die 3 Monate und älter sind und das Drehen in die Bauchlage und zurück selbständig beherrschen.

Die Lagerungshilfe VARILAG® bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihr Kind ab der Geburt bis zum Ende des 7. Lebensmonats in der Seitenlage sicher zu stabilisieren und zuverlässig zu verhindern, dass es sich im Schlaf in die risikobehaftete Bauchlage dreht.

Durch die Steigerung der Lagerungsvariabilität wird auch das Risiko der lagebedingten Baby Kopfverformung vermieden, das mit der alleinigen Rückenlage verbunden ist.

Grundsätzlich sollte die Seitenlagerungsschiene – VARILAG® von Ihrem Kinderarzt verordnet bzw. befürwortet und begleitet werden.

Hier finden Sie Informationen zur Kostenübernahme durch Ihre Krankenkasse und den Bestellvorgang.

Osteopathische Techniken & Physiotherapie

Osteopathie & Physiotherapie

In der Osteopathie begibt sich der Therapeut auf die Suche nach der gestörten Funktion im ganzen Körper und begnügt sich nicht mit der Behandlung von Symptomen.
Dadurch können Probleme gelöst werden, die erst durch das gestörte funktionelle Zusammenspiel im Körper entstehen. Von großer Bedeutung ist dabei die zeitliche Entwicklung der einzelnen Beschwerden. Wann hat was angefangen und wie hat sich das Beschwerdebild aufgebaut.

Die Untersuchungs- und Behandlungstermine finden im AZR in Karlsruhe statt und umfassen manuelle Diagnostik und Therapie im Bewegungssystem, den inneren Organen und am Nervensystem. Im Fokus der Therapie steht nicht die Behandlung einer Krankheit an sich, sondern immer die individuelle Situation des Patienten.

Neben der Behandlung von Erwachsenen liegt mein therapeutischer Schwerpunkt in der Behandlung von Säuglingen und Kindern.

Meine persönliche Ausrichtung und Zielsetzung in der Therapie ist stets wissenschaftlich fundiert. Damit schließe ich Herangehensweisen, die diesem wissenschaftlichen Anspruch nicht standhalten aus.  Mein therapeutisches Bestreben liegt darin, aktuelles Fachwissen anzuwenden und mit wissenschaftlicher Kompetenz, neue medizinische und therapeutische Erkenntnisse in die Behandlung zu integrieren.

Kai StoevesandtDipl. Physiotherapeut (FH) Osteopath Manualtherapeut Bobath - Therapeut Babys, Säuglinge, Kinder und Erwachsene

Dipl. Physiotherapeut (FH)
Dipl. Osteopathische Therapie D.O.T.™ (DGOM)
Manualtherapeut
Bobath – Therapeut (Kinder & Erwachsene)