Lagerungstherapie für Säuglinge bei Kopfverformung

Asymmetrie im Säuglingsalter

Haltungsasymmetrie Vorzugshaltung bei SäuglingenBeobachten Sie, Ihr Kinderarzt oder Ihre Hebamme
eine schiefe Haltung des Säuglings?
Stellt sich der Babykopf verformt dar?
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Dann möchten wir Sie herzlich Willkommen heißen.

Häufige Fragestellungen:

  • Wie entsteht eine Haltungsasymmetrie im Säuglingsalter und lagebedingte Baby Kopfverformung?
  • Wie lässt sie sich untersuchen?
  • Ist der Befund medizinisch bedeutsam?
  • Welche Maßnahmen sind effektiv und was kann ich mit meinem Kind dagegen oder vorbeugend tun?

Hilfecenter:
Kopfverformung und Haltungsasymmetrie im Säuglingsalter

  • wissenschaftlich fundiert
  • praxisnah und objektiv
  • aktuell mit Elternbeiträgen

Lagerungstherapie:
bis zum Ende des 7. Lebensmonats mit der

  • VARILAG® – Seitenlagerungsschiene für Säuglinge (Rezept / Kostenübernahme)
  • Korrektur von Kopfverformungen im Schlaf
  • Sicherheit und Stabilität verhindern Verrutschen oder Drehen
  • Geborgenheit und hohe Akzeptanz
  • einfache Anwendung

 

Säugling Lagerung bei Kopfverformung - sicher und effizient!
Lagerungstherapie bei Kopfverformung mit VARILAG®

 

 

Einführung – Vorzugshaltung und lagebedingte Kopfverformung

Mit dieser Einführungsseite bekommen Sie einen schnellen Überblick.
Wenn Sie den Links im Text folgen,
können Sie unterschiedliche Themen und Fragestellungen vertiefen.

In Kinderarztpraxen, bei Physiotherapeuten oder Osteopathen, Hebammen und Eltern fallen Säuglinge mit einer Vorzugshaltung und resultierender Kopfverformung auf.
Diese Befunde haben seit 1993 zugenommen. Der Grund dafür wird mit der Empfehlung in Verbindung gebracht, die Bauchlage im Schlaf zu vermeiden und das Kind konsequent auf den Rücken zu legen.
Dank dieser Maßnahme ist es erfreulicherweise zu einem Rückgang des plötzlichen Kindstodes gekommen.

Mit der Empfehlung ist aber nicht gemeint, einen Säugling immer, d. h., im Schlaf- und Wachzustand, auf den Rücken zu legen. Tagsüber sollte die Bauchlage mehrmals trainiert werden, denn dies fördert die motorische Entwicklung.

Mit dem Training der Bauchlage in Verbindung mit einer Wechsellagerung (links / rechts) und Variationen im Trageverhalten werden schon wesentliche Risikofaktoren, die eine bevorzugte Haltung und Kopfdrehung begünstigen können, maßgeblich verringert.

Nun gibt es jedoch Säuglinge, die von Geburt an eine Vorzugs- oder Schonhaltung aufweisen oder eine starke Präferenz zu einer Seite entwickelt haben.

Kopfasymmetrie – Welche Ursachen liegen zugrunde und welche Untersuchungsmaßnahmen sind objektiv und praxisnah?

Diese Fragestellungen sind Thema zahlreicher wissenschaftlicher Publikationen. Unter VARILAG NEWS werden Ergebnisse aus diesen Arbeiten zusammenfassend dargestellt.

In den ersten Lebenswochen ist der kindliche Knochenbau noch sehr weich, zudem hat der Babykopf ein relativ hohes Gewicht.
Besteht eine Vorzugshaltung begünstigt die empfohlene Rückenlage eine Entwicklung der einseitigen Hinterkopfabflachung (Plagiocephalus).
Dies lässt sich ganz einfach anhand eines ebenfalls leicht verformbaren wassergefüllten Luftballons nachvollziehen:

Baby Kopf verformbar durch Schwerkraft
Ausbildung einer Babykopf Deformation bei Vorzugshaltung und / oder ausbleibender Wechsellagerung –
Grafischer Vergleich mit einem wassergefüllten Luftballon

Kaum ein Kind weist unmittelbar nach der Geburt schon eine Asymmetrie des Kopfes auf, und in den wenigen Fällen kann innerhalb der ersten Lebenswochen eine hohe Selbstheilungsquote beobachtet werden.
Erst nach ab der 6. – 8. Lebenswoche kristallisiert sich u. U. ein klinischer Befund heraus, der dann auch in der kinderärztlichen Untersuchung (U3 & U4) dokumentiert wird. Je nach Ausprägung und Klarheit der Symptome empfiehlt oder verordnet der Arzt verschiedene Maßnahmen. Diese reichen von Anpassungen des Trageverhaltens und Lagerungsempfehlungen über Physiotherapie, Osteopathie bis hin zu differentialdiagnostischen Abklärungen und als letztes Mittel ggf. auch Helmtherapie.

Wenn ein Baby mit Haltungsasymmetrie und Kopfverformung untersucht wird, lässt sich oftmals ein typisches Muster beobachten:

Baby Kopfverformung Vorzugshaltung Ursachen und Befunde im Erscheinungsbild
Typisches Muster und häufige Befunde / Ursachen im Erscheinungsbild der Haltungsasymmetrie im Säuglingsalter

Der Kopf ist meist zu einer Seite gedreht, der Oberkörper einseitig gebogen (häufig überstrecken sich diese Kinder auch nach hinten), der „vordere Arm“ ausgestreckt und der „hintere Arm“ ist angewinkelt (= “Fechterstellung“).
Eltern berichten in der Praxis immer wieder von ähnlichen Symptomen, wie u. a. Stillproblemen, unruhiges Verhalten, und lange Schreiphasen des Säuglings.
Im Zusammenhang mit diesen Auffälligkeiten findet sich der recht bekannte Begriff des „KISS-Syndroms“. Mit dem Begriff „KISS“ wird eine Symmetriestörung der Kopfgelenke beschrieben. Von der langen Symptomauflistung, die in manchen Foren dem KISS-Syndrom angehängt wird, möchten wir uns an dieser Stelle klar distanzieren. Vieles darin Aufgeführte trägt zu Verunsicherung bei und schürt unnötige Ängste. Einige Erklärungsmodelle für das Zusammenspiel zwischen Ursachen und Symptomen der Säuglingsasymmetrie lassen sich jedoch nachvollziehen und werden in weiterführenden Beiträgen erklärt.

Infantile Haltungsasymmetrie – Wie lässt sich dieser Symptomenkomplex untersuchen?

Die unterschiedlichen Körperstrukturen und Systemen (Nerven, Muskulatur, Organe etc.) können mit einer Vielzahl an Techniken untersucht werden. Die Auswahl an Befunderhebungsmethoden ist sehr abhängig vom Untersucher. In weiterführenden Beiträgen werden objektive und praxisnahe Methode beschrieben.

Vermessung der Baby Kopfverformung mit einer Zange - Beurteilung der Diagonalendifferenz
Neben der Beurteilung, wie stark ein Ohr nach vorne verschoben ist, lässt sich die Ausprägung der Baby Kopfverformung messen.
Die Differenz der Diagonalen in Millimeter spiegelt den Grad der Kopfasymmetrie wider.

Kopfverformung – Ist ein schiefer Babykopf medizinisch bedeutsam?

Diese Frage ist sehr abhängig vom Grad der Asymmetrieausprägung und und lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Auswirkungen sehr individuell und spiegeln sich in vielen Facetten wider.

  • Offensichtlich ist, dass die schiefe Haltung des Säuglings Einfluss auf den noch weichen Knochenbau und die Kopfform nimmt.
    In diesem Zusammenhang ist eine verschobene Ohrachse ein klarer Hinweis auf eine asymmetrische Form der Schädelbasis. Die klinische Relevanz einer verformten Schädelbasis lässt sich aus den verschobenen Gleichgewichtsorganen und Kiefergelenken ableiten die unmittelbaren Bezug zur Schädelbasis haben.
Nicht korrigierte Baby Vorzugshaltung kann Skoliose zur Folge haben
Skoliotische Fehlhaltung der Wirbelsäule
  • Die Gleichgewichtsorgane vermitteln dem Gehirn Informationen darüber, wie der Kopf im Verhältnis zum Rumpf steht. Eine nicht seitengleiche Information der Gleichgewichtsorgane an das zentrale Nervensystem scheint mit ein Faktor in der Ausprägung einer schiefen Wirbelsäulenhaltung bereits im Kinder-, Jugendlichen- und später Erwachsenenalter zu sein – mit allen ggf. daraus resultierenden Langzeitfolgen.Solange ein Baby überwiegend liegt, wirkt sich dieser Zustand kaum auf die Wirbelsäule aus. Mit dem Zeitpunkt der Aufrichtung (dem Sitzen und Stehen) jedoch hat eine schiefe Kopfhaltung entsprechen Einfluss auf die Stellung der Wirbelkörper darunter – was zu einer skoliotischen Fehlhaltung führen kann.
Babykopf verformt Schädelbasis und Gleichgewichtsorgane verschoben
Man blickt von oben auf die Schädelbasis.
Die kleinen Kreuze geben die Lage der Gleichgewichtsorgane an.
Diese können bei einem verformbaren Babykopf verschoben sein – wie im Bild demonstriert.
Die Stärke der Verlagerung der Gleichgewichtsorgane wird über die verschobene Stellung der Ohren zueinander repräsentiert.
  • Die Kiefergelenke liegen unmittelbar vor den Ohren. Wenn diese nicht symmetrisch zueinander stehen, werden nach der vollständigen Entwicklung der Zähne Bissstörungen beobachtet, d. h., die Zähne des Oberkiefers passen nicht bündig auf die Zähne des verschobenen Unterkiefers (Okklusionsstörung).
Babykopf verformt Schädelbasisskoliose verlagerte Kierfegelenke
Man blickt von unten auf die Schädelbasis.
Die roten Flächen zeigen die Lage der Kiefergelenke.
Diese können bei einem verformbaren Babykopf verschoben sein – wie im Bild demonstriert.
Neben der Verlagerung der Kiefergelenke demonstriert der gebogene rote Strich eine Schädelbasisskoliose.
  • Nicht so offensichtlich wie eine schiefe Haltung und Kopfverformung ist die damit einhergehende Programmierung des zentralen Nervensystems bzw. die Auswirkung einer einseitigen bzw. bevorzugten Kommunikation und Verknüpfung von Nervenzellen.

Liegt der Babykopf bevorzugt zu einer Seite hin gedreht, werden die dafür verantwortlichen Nerven vermehrt angesprochen und „kommunizieren“ öfter miteinander.
Diese Kommunikationswege stellen (bildlich gesehen) anfangs nur einen Feldweg dar. Bei immer gleicher Haltung des Kindes werden immer wieder gleiche „Impulse“ über diesen Weg gesendet und er wächst sich – ohne Korrektur – zunächst zur „Bundesstraße“ und später zur „Autobahn“ aus. Dann funktioniert Motorik, ohne dass wir darüber nachdenken müssen, flüssig und schnell. Erfolgt dies bei einer Vorzugshaltung nun einseitig, bleibt die gegenüberliegende Seite des dafür verantwortlichen Bereiches des zentralen Nervensystems vorerst auf „Feldweg-Niveau“.
Weitere Aspekte der klinische Bedeutsamkeit werden in weiterführenden Beiträgen beschrieben.

Vor diesem Hintergrund stellt das motorische und sensorische Lernen – die Programmierung der nervalen Kommunikationsstrukturen – einen wesentlichen Bestandteil der Therapie und häuslichen Übungen dar.
Das neuronale Netzwerk und der in diesem Kontext bedeutsame Stellenwert der Halswirbelsäule wird in weiterführenden Beiträgen näher erläutert.

Therapie und weitere Maßnahmen – Welche sind effektiv und was können Sie mit Ihrem Kind gegen die Asymmetrie tun?

Mit der infantilen Haltungsasymmetrie wird in der medizinischen Literatur oft ein ganzer Symptomenkomplex beschrieben.
Jedes Kind ist individuell und hat seinen spezifischen Befund. Die Maßnahmen müssen dem individuellen Befund Ihres Kindes entsprechen und sollten ärztlich verordnet und ggf. im Rahmen einer Therapie angeleitet und von Eltern trainiert werden.
Entscheidend ist, dass Sie als Eltern aktiv in die Therapie eingebunden werden.
Folgendes können Sie tun:

  • richtiges Tragen (Handling nach Bobath),
  • Bauchlagentraining,
  • Aktivierung der einseitig schwachen Rumpf- und Halswirbelsäulenmuskulatur,
    Dehnung von evtl. verkürzter Muskulatur und
  • korrigierendes Lagern des Säuglings.

Einige exemplarische Griffe und Übungen werden in weiterführenden Beiträgen gezeigt.

Lagerungstherapie – Wie gelingt eine vorbeugende und therapieunterstützende Lagerung und wie effektiv sind Handtuchrollen, Lagerungskissen und Babykopfkissen?

Neben therapeutischen Maßnahmen und dem was Eltern zur Vorbeugung oder Korrektur einer Asymmetrie tun können, spielt die Lagerung des Säuglings im Schlaf eine wichtige Rolle.
In diesem Zusammenhang ist der Zeitfaktor (wie lange also ein Kind in Korrekturlage liegt) ein wichtiger Aspekt – selbst wenn Eltern engagiert über den Tag korrigierende Maßnahmen umsetzen. Denn die einseitige Schlafposition mit immer wiederkehrender Kopfdrehung des Babys zu einer „Lieblingsseite“ steht Ihrem Engagement kontraproduktiv gegenüber und kann die über den Tag erarbeiteten Fortschritte zunichte machen.

Bei bereits fortgeschrittener Asymmetrie rollt das Babyköpfchen – selbst bei richtiger Reizsetzung – im Schlaf doch immer wieder zurück auf die abgeflachte Hinterhauptseite. Dieses Phänomen ist primär physikalischer Natur; die Muskelspannung erschlafft im Schlaf und der Kopf rollt (als abgeflachter „Ball“ gesehen) auf die flachste Stelle zurück.

In manchen Artikeln wird empfohlen, ein spezielles Babykopfkissen, ein s. g. Lochkissen für die Lagerung im Schlaf zu verwenden.
Dieses Kissen hat in der Mitte ein Vertiefung, um ein bereits abgeflachtes Hinterhaupt zu entlasten.
In den ersten Lebenswochen kann neben einer klassischen Wechsellagerung mittels Handtuchrollen (s. u.) so ein spezial Kissen hilfreich sein.
Es wird jedoch beobachtet, dass Säuglinge mit einer “Schokoladenseite” ihren Kopf dennoch auf die betroffene flache Stelle drehen – die Einnahme einer Vorzugshaltung kann so nicht effektiv verhindert werden. Rein physikalisch gesehen wird eine schon abgeflachte Hinterhauptseite auch nicht wirklich entlastet, die Mulde im Kissen vergrößert lediglich die Auflagefläche für den schon abgeflachten Hinterkopf des Babys. Dadurch wird eine fortschreitenden Schädeldeformität (Plagiocephalus und Brachycephalus) günstigstenfalls verlangsamt, aber nicht korrigiert.

Spezial Lochkissen für Säuglinge korrigiert eine Baby Kopfverformung nicht effektiv
Die Mulde im Baby Kopfkissen vergrößert die Auflagefläche und soll das Hinterhaupt entlasten.
Eine bevorzugte Drehung des Babykopfes wird dadurch jedoch nicht verhindert.
Zur Korrektur einer Baby Kopfverformung ist die Belastung des prominenten Hinterhaupts und Entlastung der abgeflachten Hinterkopfseite wichtig.

Um eine Baby Kopfverformung effektiv zu korrigieren, muss die prominente Hinterhauptseite belastet und die abgeflachte Kopfseite konsequent entlastet werden – diese Zielsetzung wird mit dem Lochkissen nicht erreicht.

Da der Kopf physikalisch gesehen immer wieder auf die flachste Stelle rollen wird, sollte ein Säugling schräg auf der Seite schlafen – dabei wird die prominente Hinterkopfseite mit dem Eigengewicht belastet. Diese korrigierende Lagerung und die damit erzielte Wirkung ist am größten, wenn der Kopf des Kindes gezielt im Bereich der stärksten Prominenz aufliegt – und nicht ganz auf der Kopfseite (s. nachfolgendes Bild).

Baby Lagerungshilfe Kopfverformung Babykopf verformt Korrekturlagerung
Für eine hohe Effektivität wird eine Gesamtbelastung des prominenten Hinterhaupts in ca. 70% der Liegezeit empfohlen. Der abgeflachte Hinterkopf sollte in nur 30% der Liegezeit belastet werden.

Auf diese Weise wird das Kopfwachstum korrigierend gelenkt und die verschobene Ohrachse und Schädelbasis über Wochen wieder symmetrisch.
Durch die stabilisierte Einstellung des Säuglings mit der Seitenlagerungsschiene – VARILAG® kann diese gezielte Positionierung des Baby Kopfes auf dem prominenten Hinterhaupt erfolgen.

Was ist aber mit der Empfehlung zur Prävention des Plötzlichen Kindstodes – dem Schlaf in Rückenlage?

Schlaf in Seitenlage – Wie erreiche ich eine gesicherte Schlafposition?

Die Seitenlage als solche stellt keinen Risikofaktor für den Plötzlichen Kindstod dar, wird jedoch als Schlafposition nicht empfohlen, da sich ein Säugling aus dieser Lage – sofern sie ungesichert erfolgt – leicht in die risikobehaftete Bauchlage drehen kann.

Nur in den ersten Lebenswochen wird zur Wechsellagerung ein leichtes Anheben einer Rumpfseite mit einer Handtuchrolle empfohlen. Das Kind liegt dann in einer Position zwischen der Rücken- und Seitenlage. Bis zum 3 Monat hat ein Säugling noch nicht die motorische Kompetenz, sich auf den Bauch zu drehen. Zur Sicherheit wird jedoch die Verwendung einer weiteren Handtuchrolle am Bauch empfohlen. Diese Empfehlung wurden vom Verfasser der Richtlinien zur Prävention des Plötzlichen Kindstodes – Prof. Dr. G. Jorch – publiziert (s. Literaturverzeichnis und weiterführende Beiträge).

Neben dem Einsatz von Handtuchrollen oder auch Stillkissen findet man im Handel diverse Produkte wie Schlafstützen, Baby Seitenschläferkissen, Lagerungskissen und Lagerungskeile.
In der Praxis hat sich allerdings herausgestellt, dass auch durch solche Vorrichtungen Säuglinge nicht zuverlässig daran gehindert werden können, sich wieder auf den Rücken zu legen und somit ihre Positionspräferenz einzunehmen. Auch das Überwinden oder Wegdrücken der soeben aufgezählten Produkte wird nicht selten beschrieben. Dadurch, dass sie keine massiven Hemmnisse darstellen, könne sie sogar zu gefährlichen Zwangslagen des Säuglings im Bett mit Atembehinderung führen.

Fazit:
Handtuchrollen, Schlafstützen, Lagerungskissen etc. nur bis zum 3. Lebensmonat verwenden.
Ab dem 4. Lebensmonat ist die Seitenlage im Schlaf nicht mehr sicher, da einige Säuglinge ab diesem Alter schon die motorische Fähigkeit entwickeln, sich auf den Bauch zu drehen.

Baby Schlaf Wechsellagerung Seitenlage mit Handtuchrollen
Eine Wechsellagerung mit Handtuchrollen – als Alternative zur empfohlenen Rückenlage im Schlaf – wird nur bis zum 3. Lebensmonat empfohlen.
Das Drehen in die Bauchlage im Schlaf ist risikobehaftet und soll verhindert werden.

Vor diesem Hintergrund bestand aus unserer Sicht der Bedarf an einer praxisgerechten Seitenlagerungsschiene, die versehentliche und beabsichtigte Drehungen des Säuglings in unerwünschte Positionen sicher und zuverlässig verhindert, solange das Risiko für einen Plötzlichen Kindstod noch hoch ist.
Für den Nachweis der Sicherheit und Zuverlässigkeit der Seitenlagerungsschiene VARILAG® erfolgte eine klinische Prüfung unter der Leitung von Prof. Dr. G. Jorch im Universitätsklinikum Magdeburg.

Wenn alle Ihre Maßnahmen und Lagerungsversuche bisher nicht zum gewünschten Ziel geführt haben, ist die unterstützende Lagerungstherapie mit VARILAG® zielführend und sicher. Sie kann auch zur Vorbeugung, im Sinne einer Wechsellagerung erfolgen. Erfahren Sie in weiterführenden Beiträgen und im Elternforum mehr über den Einsatz von Babykopfkissen und lernen Sie die Effektivität und Wirkungsweise der Lagerungstherapie von VARILAG® kennen.

Effiziente Korrektur von Kopfverformungen, Sichere und stabile Lagerung, Geborgenheit und hohe Akzeptanz, Einfache Anwendung

Auf Basis langjähriger pysiotherapeutischer und osteopathischer Praxis mit Säuglingen entwickelt

 

Nur in wenigen Fällen, wenn eine korrigierende Lagerung des Babykopfes nicht realisierbar war, wird die Anwendung einer Helmtherapie empfohlen. Die Wirkung einer Kopforthese konnte nachgewiesen werden, allerdings beschränkt sich die Korrektur der Kopfasymmetrie lediglich auf die Schädeldeckplatten. Detailergebnisse in Studien belegen, dass die Form der Schädelbasis und damit die Stellung der Gleichgewichtsorgane und Kiefergelenke auf diesem Wege kaum positiv beeinflusst wird. Die Ohrachse bleibt oftmals verschoben und ein wichtiges Therapieziel – bei der Korrektur von lagebedingten Kopfverformungen – wird verfehlt.

Wachstumslenkung der Knochenplatten bei einer Helmtherapie im Säuglingsalter - Ohrachse bleibt verschoben
Die Wirkung einer Helmorthese beschränkt sich auf die Wachstumslenkung der Schädelknochendeckplatten.
Die Schädelbasisasymmetrie – die verschobene Ohrachse, die Stellung der Gleichgewichtsorgane und Kiefergelenke – wird kaum positiv beeinflusst.

Die möglichen Auswirkungen einer infantilen Haltungsasymmetrie und Kopfverformung geben häufig Anlass, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Doch nicht jedes Kind benötigt eine Therapie.
Ihr Kinderarzt ist der Lotse in all diese Fragen. Er kann die Ausprägung, Differentialdiagnostik und Relevanz beurteilen.

Wenn Sie Fragen haben, die Ihnen in den Beiträgen nicht beantwortet wurde, dürfen Sie diese im Elternforum gerne an uns richten.