Die echte Hilfe bei Kopfverformung (Plagiocephalus) und Haltungsasymmetrie im Säuglingsalter

Weshalb gibt es für Babys eine Helmtherapie?

Solange die Babys noch sehr klein sind, wird empfohlen, sie auf den Rücken zum Schlafen zu legen, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu reduzieren. Wenn sie dann beständig zu derselben Seite schauen, verformt sich ihr Kopf und der Hinterkopf wird schief. Je nachdem wie früh das von den Eltern bzw. einem Arzt erkannt wird, kann das gestoppt und die Kopfverformung therapiert werden. Eine der Möglichkeiten ist die sog. Helmtherapie. Um die Schädelform zu korrigieren, wird dem Säugling ein individuell gefertigter Ring angepasst. Dieser lenkt das Schädelwachstum so, dass sich die abgeflachte Seite wieder rundet. Das funktioniert ähnlich einer Zahnspange, die für das Wachstum der Kieferknochen eine bestimmte Richtung vorgibt.

Welche Vorteile hat eine Helmtherapie bei Babys?

Die Vorteile einer Helmtherapie wurden von vielen medizinischen Studien untersucht. Ziel dieser Studien ist es herauszubekommen, welche Methode am wirksamsten ist. Die Beurteilung der Ergebnisse ist allerdings nicht ganz einfach, da immer mehrere Faktoren eine Rolle im Genesungsprozess spielen. Tatsächlich kann die Wirkung der Helmorthese grundsätzlich bestätigt werden. Die Symmetrie des Babykopfes wird an der Stelle, an der der Ring angepasst wurde, wieder hergestellt. Am häufigsten wird die Helmtherapie mit der sog. Lagerungstherapie verglichen. Allerdings ist davon auszugehen, dass auch Säuglinge, die eine Helmorthese erhalten, nun nicht mehr nur auf den Rücken gelegt werden und ihr Köpfchen weiterhin auf dieselbe Seite drehen. Das wäre aus medizinischer Sicht wenig sinnvoll. Somit geht neben der gezielten Wachstumslenkung aus diesen Studien hervor, dass eine konsequent durchgeführte Lagerungstherapie ausreicht, um die Kopfverformung zu korrigieren. Da sich das Schädelwachstum bei zunehmendem Alter der Säuglinge verlangsamt, kann die Helmtherapie jedoch bei Säuglingen, bei denen die schiefe Kopfform erst ab dem 7. Monat erkannt wird, zusätzlich empfohlen werden.

Welche Nachteile hat eine Helmtherapie?

Die gravierenden Nachteile der Helmtherapie liegen in der punktuellen Wirkung, in den hohen Kosten und in dem unangenehmen Handling. Tatsächlich verändert eine Schädelverformung auch die Strukturen der Schädelbasis, der Ohrachse, der Kiefergelenke sowie der oberen Halswirbelsäule. Die Einflüsse auf den Gleichgewichtssinn, die Zahnstellung und die Körperhaltung werden mit der Helmorthese jedoch nicht behoben. Dafür sind die Kosten für die individuelle Anpassung von ca. 2500 Euro ziemlich hoch. Abgesehen davon, dass die Anfertigung relativ lange braucht. Für die Eltern und das Baby ist außerdem die Orthese sehr unangenehm. Wieder mag das Beispiel der Zahnspange hierfür einleuchten: Sie ist zwar hilfreich, aber auch lästig, unschön, störend, behindert beim Reden, beim Zähneputzen, macht hässlich, verunsichert usw. Vorneweg: Dieser Ring muss über einen längeren Zeitraum hinweg 24 Stunden am Tag getragen werden. Nun kann man sich gut vorstellen, dass die Babys damit nicht mehr bequem liegen. Wer nicht gut liegt, schläft nicht gut. Außerdem schwitzen die Babys unter dem Styropor am Kopf. Die Orthese beginnt rasch zu stinken. Abgesehen von juckenden Hautausschlägen. Auch die Eltern können mit ihrem Baby nicht mehr so gut kuscheln, spielen, Späßchen machen. Allerdings gibt es dazu eine Alternative, die in keinem Fall Nachteile mit sich bringt: die Lagerungstherapie.

Helmtherapie beim Baby zur Wachstumslenkung des Kopfes

Die Wirkung einer Helmorthese beschränkt sich auf die Wachstumslenkung der Schädelknochendeckplatten.
Die Schädelbasisasymmetrie – die verschobene Ohrachse, die Stellung der Gleichgewichtsorgane und der Kiefergelenke – wird kaum positiv beeinflusst.

Welche Vorteile hat eine Lagerungstherapie gegenüber der Helmtherapie?

Die Lagerungstherapie ist eine Kombination aus mehreren Komponenten. Denn ein schiefer Schädel ist eben nicht nur ein kosmetisches Problem, auf das die Helmtherapie die richtige Antwort wäre. Beispielsweise haben viele Säuglinge mit einer Lieblingsseite nicht nur einen schiefen Kopf, sondern auch einen sog. Schiefhals. So ist es zunächst Aufgabe des Physiotherapeuten oder Osteopathen, mögliche Verspannungen im Hals- und Schulterbereich zu lösen, um es dem Baby zu leichtern, das Köpfchen wieder in alle Richtungen zu drehen. Dann werden die Eltern darin angeleitet, tagsüber ihr Baby so zu tragen, dass bestimmte Muskelgruppen und Nervenbahnen stimuliert werden, die bisher vernachlässigt wurden. Ein sog. Bauchlagentraining unterstützt das Baby darin, sich auch in der Bauchlage wohl zu fühlen und zu lernen, seine Position zu verändern. Als unterstützende Maßnahme schließlich wird das Baby zum Liegen seitlich gelagert, sodass der Babykopf auf der vorgewölbten Hinterkopfseite liegt. Wenn dies zu 70 Prozent während der Liegezeit eingehalten wird, bildet sich der Schädel peu á peu wieder in seine symmetrische Form zurück. Die Schwerkraft, das Eigengewicht des Schädels und das Schädelwachstum wirken hier positiv zusammen.
Die Vorteile der Lagerungstherapie gegenüber der Helmtherapie sind somit, dass zwar auch das Schädelwachstum genutzt wird, dabei aber das Baby aktiviert und gekräftigt wird. Die Eltern, als wichtigste Bezugspersonen, erhalten dabei wertvolle Hinweise, wie sie ihr Baby unterstützen können und erleben dies als eine bereichernde, intensive Phase mit ihrem Baby. Wenn Sie nun Ihr Baby so auf der Seite lagern, dass es stabil liegt, wie mit der Seitenlagerungsschiene von VARILAG, schläft es auch noch besser. Und Sie haben rundum ein gutes Gefühl.

Welche Kosten werden von der Krankenkasse übernommen?

Bis vor kurzem wurden die Kosten für die Helmtherapie noch von den Krankenkassen übernommen. Doch inzwischen wurde die Kostenübernahme wieder gestrichen, da die hohen Ausgaben dafür in keinem positiven Verhältnis zur Wirkung stünden. Stattdessen wird die Seitenlagerungsschiene von VARILAG von vielen Krankenkassen bewilligt. Hierbei liegt der Fokus auf zwei Aspekten: Einerseits wird die stabile Lagerung auf der Seite gewährleistet und andererseits wird ein Drehen auf den Rücken oder auf den Bauch verhindert. Dies ist besonders wichtig, um das Risiko des plötzlichen Kindstodes zu reduzieren. Denn die Bauchlage ist einer der Hauptgründe für dieses überraschende Versterben der Säuglinge, die Rückenlage ist aber dafür verantwortlich, dass sich bei vielen das Köpfchen verformt. Daher ist die beste Prophylaxe, das Baby ab etwa dem 4. Monat abwechselnd auf der rechten und der linken Seite sicher zu lagern. Speziell hierfür wurde die Seitenlagerungsschiene VARILAG entwickelt. Auf Basis der klinischen Prüfung können Sie dieses Hilfsmittel für Ihr Baby auf Rezept bekommen. Sie können Sie hier im Online-Shop oder in einem Sanitätsfachgeschäft kaufen. Viele Krankenkassen erstatten Ihnen die Kosten.

Wirkung der Lagerungstherapie bei Kopfasymmetrie im Baby Lagerungskissen von VARILAG
Teilen
+1
WhatsApp